Höherer Hotelanteil steigert die Vermietungsquote

An der Frankfurter Senckenberganlage haben die Arbeiten für „One Forty West“ begonnen – eines der spektakulärsten Bauvorhaben von hausInvest.

 

Christian Gorris,
Abteilungsleiter Projektmanagement Development & Construction bei der Commerz Real


 


Seine Höhe und seine Lage trägt es bereits im Namen – das Hybridhochhaus „One Forty West“. 140 Meter wird der Hotel- und Wohnturm, den die Commerz Real zusammen mit dem Projektentwickler Groß & Partner zwischen dem Westend und dem Stadtteil Bockenheim baut, in den Himmel ragen. Und vier Stockwerke in die Erde: Die speziellen Vorarbeiten für die Tiefgarage des Quartiers waren im Mai nahezu abgeschlossen. Im September soll es mit dem Erdaushub und den Arbeiten am Rohbau losgehen. Ende des ersten Quartals 2020 soll alles fertig sein, aber etwas anders als ursprünglich geplant. Denn die beiden Projektpartner und der Hotelpächter – die spanische Meliá-Gruppe – wollen den Hotelanteil ausweiten. „Damit ist ein größerer Teil des Gebäudes schon jetzt sehr langfristig vermietet“, erläutert Christian Gorris, Abteilungsleiter Projektmanagement Development & Construction bei der Commerz Real. Die Laufzeit des Pachtvertrags beträgt 25 Jahre, der Pächter besitzt eine hohe Bonität. Meliá will nun nicht nur die unteren 16 Geschosse nutzen, sondern auch die Wohnungen und Loggien bis zum 23. Stock in seinen Hotelbetrieb integrieren. Insgesamt gehen damit 80 Wohnungen an das Hotel. Mit den dann mehr als 400 Zimmern positioniert Meliá sein Objekt als Grandhotel.



One Forty West

Ende des ersten Quartals 2020 soll das Frankfurter Hotel- und Wohnhochhaus fertig sein.

 

In Abstimmung mit Maklern wurden die Grundrisse der weiteren Wohnungen den Erfordernissen des Marktes angepasst. Von den verbliebenen 187 Einheiten sollen 99 verkauft und 88 vermietet werden. Privates Wohnen mit einem Concierge-Service oder anderen Annehmlichkeiten eines Hotels: In dieser Kombination liegt der besondere Reiz des Projekts für die Eigentümer. „Das wird die Nachfrage begünstigen“, erklärt Christian Gorris, „und schließlich wollen wir auch vom derzeit für Verkäufer günstigen Markt profitieren.“

Da der Hotelbetrieb von den Wohnungen getrennt ist, musste die gesamte Versorgung aufwendig umgeplant werden. Beispielsweise wurde die Aufzugsgruppe des Hotels vergrößert, um die gestiegene Zimmeranzahl versorgen zu können. Bis alle Pläne und die umfangreichen Verträge angepasst waren, gingen neun Monate ins Land. Christian Gorris denkt unterdessen schon ein Vierteljahrhundert weiter: „Der Mehraufwand hat sich gelohnt, weil wir das Risiko der Nachvermietung langfristig gemindert haben.“