Monumental und leicht zugleich

Direkt am Rhein und unweit des Doms erhebt sich majestätisch die „Neue Direktion Köln“. Das imposante Gebäude dürfte eine der attraktivsten Büroimmobilien der Stadt sein. Nachdem das Objekt termingerecht fertiggestellt wurde, bereitet sich die Europäische Agentur für Flugsicherheit schrittweise auf ihren Einzug vor.

 

Dirk Bender

Dirk Bender,
bei der Commerz Real verantwortlich für Büroimmobilien in Deutschland und Österreich


 


Der dreigeschossige Glasaufbau wirkt so, als ob etwas aus der Zukunft auf etwas Monumentalem aus längst vergangener Zeit gelandet sei. Der klassizistischen Fassade wurden Transparenz und Leichtigkeit aufgesetzt, die dem kolossalen Gebäude ein wenig von seiner preußischen Schwere nehmen, ihm aber seine Erhabenheit lassen. Hinter den historischen Sandsteinmauern und den hohen Säulen der ehemaligen „Königlich Preußischen Eisenbahndirektion Cöln“ entstand ein im Kern komplett neues Bürogebäude, das Anfang Mai pünktlich an seinen Mieter übergeben wurde. Nach zwei Jahren Zeit für den Neubau ist die „Neue Direktion Köln“ – so der heutige Name – auf dem besten Weg, ein moderner Klassiker und eine weitere Erfolgsimmobilie im hausInvest-Portfolio zu werden. Alleiniger Nutzer wird für die kommenden 20 Jahre die European Aviation Safety Agency (EASA) sein – mit Verlängerungsoption.

„Mit einer europäischen Behörde als langfristigem Mieter generieren wir gesicherte langfristige Mieterträge und somit einen hohen Wertbeitrag zur Portfoliostabilisierung“, erläutert Dirk Bender, bei der Commerz Real verantwortlich für Büroimmobilien in Deutschland und Österreich.

 

Neue Direktion
Den Mitarbeitern der EASA stehen 21.500 Quadratmeter moderner Büroflächen zur Verfügung.


Andreas Rauch

Andreas Rauch,
Senior Projektmanager Technisches Asset Management bei der Commerz Real


 


Jede der acht Etagen vom Erdgeschoss bis ins siebte Obergeschoss, in dem sich der Konferenzraum befindet, erhielt einen individuellen Zuschnitt – ein Umstand, der der historischen Fassade geschuldet ist. „Für alle Beteiligten von der Hochtief Projektentwicklung bis zum Mieter war das eine echte Herausforderung“, erläutert Andreas Rauch, Senior Projektmanager beim Technischen Asset Management der Commerz Real. Im Juni begannen die Mitarbeiter der EASA schrittweise damit, die 21.500 Quadratmeter moderner Büroflächen zu beziehen. Von dort aus überwachen sie die Flugsicherheit in ganz Europa. Konzipiert sind die Büros als flexible und innovative, durchgehende Flächen ohne feste Zwischenwände (Open Space). Ein besonderes Augenmerk galt dabei dem Schallschutz. Beispielsweise wurden hochwertige, hochflorige Teppichböden verlegt und die abgehängten Decken in den Flurbereichen mit einer entsprechenden Vliesauflage versehen.

Neben offenen Teeküchen- und Teambereichen gibt es sogenannte Ruhebüros, in denen störungsfrei und still gearbeitet werden kann. Höhepunkt und gleichzeitig höchster Punkt des Objekts dürfte der rundum verglaste Konferenzbereich auf dem Dach sein. Aus dem siebten Obergeschoss und von den umlaufenden Terrassen kann der Blick über den Rhein und die Hohenzollernbrücke zum Dom schweifen.

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Tradition und Moderne zu verbinden, war für die Planer ebenso wichtig, wie die mögliche Drittverwendbarkeit und eine umweltschonende Nutzung sicherzustellen. Neben einer aufwendigen Sanierung der Fassade wurden beispielsweise auch die historischen Treppenhäuser der Eingangshalle mit ihren Original-Geländern wieder dort errichtet, wo sie zu Beginn der Arbeiten sorgfältig abgebaut worden waren. Die Moderne hielt auch in Form von zeitgemäßer Energiespartechnik Einzug. Bei der Geothermie fördern zwei Pumpen aus einem Tiefbrunnen Grundwasser, das die Kühlung der Büroflächen unterstützt. Anschließend wird das Wasser in den Rhein abgeleitet. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) wird die „Neue Direktion Köln“ voraussichtlich mit dem Gold-Standard zertifizieren.

 

 


„Neue Direktion Köln“ ausgezeichnet

Für den Erwerb der „Neuen Direktion Köln“ hat die Ratingagentur Scope die Commerz Real 2015 mit dem Investment-Award „Deal of the Year“ ausgezeichnet. Die Begründung: „Architektonisch und städteplanerisch hebt sich diese Immobilie, die hinter einer historischen Fassade entsteht, aus Sicht der Jury besonders hervor. (…) Nicht nur mit diesem Ankauf stellte die Gesellschaft ihre hohe Transaktionskompetenz unter Beweis – auch weitere Ankäufe besonders im Bereich der Projektentwicklungen überzeugten die Jury für die Verleihung des Special Awards ,Deal of the Year‘.“