I N T E R V I E W


 

Drei Fragen an …

Fondsmanager Mario Schüttauf
Mario Schüttauf, Fondsmanager


„Reale Welten“ sprach mit Fondsmanager Mario Schüttauf, ob die „Brexit“-Entscheidung Auswirkungen auf hausInvest hat. 

1.

Herr Schüttauf, wie bewerten Sie den Ausgang des Referendums? 

Mario Schüttauf: Der Ausgang ist bedauerlich, aber wir müssen die Entscheidung der Briten respektieren. Ob für das Land nun tatsächlich vieles besser wird, wie von den Befürwortern des Austritts proklamiert, bleibt abzuwarten. Auch die politischen und wirtschaftlichen Folgen für die EU sind derzeit noch nicht in vollem Umfang abzusehen. Auf hausInvest bezogen sehen wir jedoch keinerlei Anlass zur Besorgnis.

2.

Der britische Anteil am hausInvest-Portfolio beträgt immerhin 25 Prozent ...

Für die im Markt bestens etablierten Hotels und Shopping-Center dürften sich die Rahmenbedingungen durch den Brexit nicht signifikant verändern, da er aus heutiger Sicht keinen längerfristigen Einfluss auf den Tourismus oder das Konsumverhalten haben dürfte. Die Büroimmobilien in London befinden sich ausschließlich in sehr guten Lagen und sind langfristig vermietet. Nur zwei Prozent der Mieteinnahmen aus dem britischen Immobilienportfolio entfallen auf den Bankensektor. Auch die Ratingagentur Scope, die sich in einer aktuellen Studie zu Offenen Immobilienfonds mit dem Brexit befasst hat, sieht diesen Punkt relativ unkritisch.

3.

Bleibt das Währungsrisiko. Und die Frage, welchen Stellenwert das Engagement in Großbritannien künftig für hausInvest hat.

Das Währungsrisiko im Fonds ist hinreichend begrenzt: Fremdwährungen wie das Britische Pfund sind bereits heute durch die Aufnahme von Fremdfinanzierungen in Landeswährung sowie durch den Einsatz von Devisentermingeschäften zu nahezu 100 Prozent abgesichert. Großbritannien – und hier insbesondere der Standort London – wird trotz der Brexit-Entscheidung ein wichtiger globaler Immobilienmarkt bleiben. Das gilt auch für hausInvest. Ein Beleg dafür ist unsere Beteiligung an der Erweiterung des Shopping-Centers „Westfield London“, die wir – mit der Möglichkeit eines Brexits im Hinterkopf – bewusst beschlossen haben, weil hier auch unter neuen Rahmenbedingungen eine einmalige Erfolgsgeschichte weitergeschrieben werden kann.